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Die Notwendigkeit „sich freizuschreiben“

Da warten wir so ungeduldig auf Tom und Chase und du probierst da irgendwas aus, das sich „Geheimprojekt“ nennt! Wham, der Vorwurf saß. Ist aber auch genau einer der Gründe, warum ich aktuell nicht an „Tom“ schreibe. Mit Joss war die chronologische Reihenfolge der LKA/SEAL und DeGrasse Reihe hergestellt und ein Meilenstein erreicht obwohl es einige widrige Umstände gab, die die Veröffentlichung im letzten Jahr fast verhindert hätten. Von Autorenkollegin wurde ich „liebevoll“ darauf aufmerksam gemacht, dass ich bescheuert gewesen bin, das Buch vor Weihnachten zu veröffentlichen, weil ich damit jede Chance auf einen vierstelligen AllStar-Bonus vergeben habe. Erklärung: Amazon belohnt die Ausleihungen eines laufenden Monats. Daher ist eine in der letzten Woche eines Monats, bzw. am ersten Tag des Folgemonats finanziell am Sinnvollsten, weil die Ausleihungen meistens rund fünf Tage nach richtig starten und dann ca 20 Tage auf hohem Niveau anhalten. Ich wollte das Buch, das eigentlich im Oktober/November erscheinen sollte, jedoch unbedingt vor Weihnachten veröffentlichen, weil ich wusste, wie viele Leser ungeduldig darauf warteten und es in den Weihnachtsferien lesen wollten. Außerdem war es ein gutes Gefühl, das Kapitel vor Weihnachten abgeschlossen zu haben! Aber sofort danach begannen auch die ungeduldigen Fragen, wann denn das nächste Buch erscheinen würde. Da absehbar war, dass die ersten vier Monate des Jahres im Brotjob extrem anstrengend werden würden, und gleichzeitig die Abgabe von Jan 3 anstand, war klar, dass die Zeit mal wieder das große Problem werden würde. Denn der Tag hat immer noch nur 24 Stunden. Aber nicht nur die Zeit war ein Problem! Ich gehe gerne neue Wege, probiere neue Genres und Grundstimmungen aus (zB Heart Bay Wohlfühlort vs. Pandora Streit!), arbeite mit Entwicklungen, die recht fies sind (Kaleidoskop), lasse schwarz/weiß verschwinden und liebe Grauzonen (Alexander). Wenn ich dem Feedback und den Rezis glauben kann, schreibe ich immer noch auf einem vernünftigen Niveau und steigere (oder ändere) mich von Buch zu Buch. Damit dies so bleibt und ihr keine Bücher bekommt, die langweilig alle nach dem gleichen Schema F geschrieben sind, brauche ich jedoch die Möglichkeit in Ruhe Plots zu entwickeln und mich mit den Charakteren zu beschäftigen. Und manchmal muss ein Buch deswegen etwas warten. Auf Bestellung arbeiten kann ich nicht, mich muss eine Geschichte packen. Und mit Druck erreicht man bei mir in der Regel das Gegenteil ;) Und es war schon ein ziemlicher Druck durch die manchmal auch etwas unhöflichen Forderungen nach einem neuen Buch da. Und so etwas lasse ich einfach nicht zu, weil mir sonst der Spaß am Schreiben abhandenkommen würde und das würde sich in der Qualität niederschlagen. Die Geschichte von Wolf ist mir vor Jahren eingefallen. Eine liebe Autorenkollegin bestärkte mich darin, das Wagnis einzugehen, realen Thriller & Fantasy zu verbinden. Das ist eine Kombi, die es meines Wissens so noch nicht gibt. Und nun ist es soweit gewesen. Ich habe angefangen zu schreiben und der Flow war unglaublich. Nach drei Kapiteln ging ich das Wagnis ein, den Text an fünf Testleser zu schicken, die teilweise ausdrücklich kein Fantasy lesen und mögen. Das Urteil fiel dennoch einstimmig aus: Schreib weiter. Sofort. Ich war sofort drinnen! Cooles Kopfkino. Tja, und das tue ich jetzt. Weiterschreiben. Während im Vordergrund Wolf versucht, die Welt zu verstehen, ärgere ich mich im Hintergrund mit Tom herum. Mittlerweile ist schon mal klar, dass einiges in Jan 3 in Stellung gebracht werden musste, ehe Tom loslegen kann. Und ich fürchte, den Trainingskampf auf Sylt muss ich auch noch vorher stattfinden lassen. Oder vielleicht gerade nicht? Wir werden sehen Denn eins ist klar, am Ende machen sie ja doch alle, was sie wollen ;) Ich bin gespannt, wer sich auf diesen neuen Weg einlassen wird und wie eure Resonanz sein wird! Aber bitte vergesst nicht, dass die meisten Autoren noch einen Brotjob und eine Familie haben und der Tag nur vierundzwanzig Stunden hat. Und ganz ehrlich, beim Schreiben wie am Fließband kommt meistens nicht allzu viel Gutes bei raus. Also habt bitte etwas Geduld und gebt dem Team um Wolf herum eine Chance! Und damit auch Tom, ein noch besseres und spannenderes Buch zu werden!

Pläne

In diesem Jahr (2018) habe ich endgültig begriffen, dass es völlig zwecklos ist, Pläne zu machen. Denn das Leben sagt: „Mich interessieren deine Pläne nicht, denn es kommt sowieso anders, als du denkst.“ Ein (Verlags-)Buch, das eigentlich schon fertig war, und dann doch noch einmal komplett überarbeitet werden musste, und ein familiärer Notfall, der viel Zeit (und noch viel mehr Nerven) gekostet hat, haben alles gründlich durcheinander gewirbelt. Aber ich bin ja lernfähig und werde deshalb in Zukunft keine Zeiten zu voraussichtlichen Veröffentlichungsterminen mehr angeben. Aber eines ist ganz sicher: ich schreibe so schnell, wie - neben Job & Familie - nur irgendwie möglich, denn die Geschichten wollen unbedingt erzählt werden. „asap“ (as soon as possible - so schnell wie möglich), wie die Jungs sagen würden.

Tödliche Suche - oder der Schreibflash

Spätestens Mitte November war klar, dass es dieses Jahr keine Weihnachtsnovelle geben würde. Die Zeit war einfach zu kurz: Das Lektorat “Heart Bay 3”, der Brotjob, die ganzen vorweihnachtlichen Termine soweit die Logik. Es gab jedoch zwei Aspekte, die gegen diese Logik sprachen. Da waren zum einen die Leser, die sich so begeistert auf Pandora und Kaleidoskop gestürzt hatten, dass zeitweise beide Bücher in den Top 100 waren. Es tat mir wahnsinnig leid, sie zu enttäuschen und diese liebgewonnene Tradition zu durchbrechen - nach Riskante Weihnachten, Verhängnisvolles Vertrauen und Einsame Entscheidung sollte es wirklich keine Weihnachtsnovelle 2016 geben? Und dann waren da noch Dirk, Sven in Hamburg und Dom und Sam auf der anderen Seite des Atlantiks, die unbedingt wollten, dass ich ihre Geschichte noch in 2016 erzähle, statt erst Weihnachten 2017. Wer sie kennt, weiß, dass sie recht stur sind - und das ist noch freundlich ausgedrückt, denn sie geben dem Wort ‘Nervensägen’ eine ganz neue Bedeutung. Es folgte meine erste vorsichtige Nachfrage auf facebook, ob das Buch denn zwingend vor Weihnachten erscheinen müsste. Die Antwort war ein deutliches “NEIN”. Damit erschien das Vorhaben dann nicht mehr ganz so unmöglich, denn schließlich muss ich nicht nur die Geschichte schreiben, sondern sie muss auch noch korrigiert und lektoriert werden. Ach ja, ein Cover wäre ja auch nicht schlecht Wider Erwarten brachten mich meine Lektornnen und meine Designerin nicht um, als ich vorsichtig fragte, ob sie sich vielleicht vorstellen könnten, dass … Tja, und die ganze Zeit schrieb ich schon. In jeder freien Sekunde. Für viele klingt es nach einem Traum, aber teilweise war es schon nervig. Bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit erzählten mir die Jungs, was sie wollten und nicht wollten. Bei uns zuhause nennen wir das “Schreibflash”. Ich bin dann zwar körperlich anwesend, aber nicht so ganz und richtig und wirklich, denn ein Teil von mir ist in der Story gefangen. Wenn ich Zeit für den PC hatte, musste ich die Seiten ‘nur’ noch füllen, die Story kannte ich ja - und das alles zwischen der Suche nach Geschenken, den Weihnachtsfeiern und und und. Natürlich hielt sich auch niemand an meine Pläne. Als plötzlich Hamid und Phil auftauchten, war ich kurz davor, alle einfach zu erschießen (leider nimmt niemand von ihnen diese Drohung ernst). Gleichzeitig wurde mir aber auch immer klarer, dass ich diese Geschichte schreiben muss. Es gab so viel zu erzählen, klarzustellen oder einfach mal anzumerken. Und dann war ich fertig - dachte ich. Denn dann kam der Anschlag von Berlin. Ich konnte die aktuellen Ereignisse nicht einfach ignorieren, denn schließlich spielte die Handlung in der Gegenwart, also jetzt, und Dirk hatte einiges zu dem Mist zu sagen, dabei hatte er schon genug eigene Probleme, weil er etwas getan hat (woran er natürlich unschuldig ist), für das seine Frau ihn vermutlich umbringen wird. Am Ende war die Geschichte fertig und wartet nun nur noch auf den allerletzten Schliff. Neben der Jagd nach den letzten Vertippern drängt sich jetzt wieder einmal die Frage in den Vordergrund, ob die Leser diese Geschichte denn überhaupt annehmen werden. Klar, da ist der typische DeGrasse Humor (und die entsprechende Sturheit), die Action kommt auch nicht zu kurz (Wie, Phil? Ob ich euch den Hubschrauber als kleine Rache wegen eures unangekündigten Auftauchens auf den Hals geschickt habe? Würde ich doch nie tun *hehe*) , die Hamburger haben auch die passenden Sprüche für jede Gelegenheit drauf, aber es gibt eben auch einige stille Töne Ich bin wie immer gespannt (und nervös)! Und nun muss ich sehen, wie ich meinen völlig verkorksten Zeitplan wieder hinbekomme…

Kaleidoskop

Dieses Buch sollte eigentlich niemals die Welt erblicken! Und nun ist es seit Tagen Bestseller in seiner Kategorie. Das Leben nimmt manchmal merkwürdige Umwege. Begonnen hat dieser Text als ein Schreibexperiment, eine Trotzreaktion, als mein damaliger Agent mir vorwarf, niemals harte Thriller schreiben zu können. Ich konnte doch! Allerdings beendete ich das Manuskript mittendrin, als fast eine meiner (Lieblings-)figuren gestorben wäre. Ich bekam da nach einem medizinischem Intensivkurs gerade noch die Kurve … Irgendwann erwähnte ich die Existenz dieser Geschichte, weil Daniels OP unter extremen Bedingungen häufiger mal erwähnt wurde - und diese passierte eben hier, in “Kaleidoskop”. Forderungen wurden laut: “Wir wollen das aber lesen!” Da es auch bei “Pandora” einige Bezüge zu “Kaleidoskop” gab und das Lektorat von “Pandora” kurz bevorstand, musste ich eine Entscheidung treffen: Alle relevanten Stellen aus Pandora löschen oder … Ich entschied mich für “oder” und gab zwei Testlesern einen Teil von “Kaleidoskop” zum Lesen. Beide waren begeistert. Im nächsten Schritt hieß es dann: Geschichte fertig schreiben, Cover gestalten (lassen) und Lektorat/Korrektorat organisieren. Auf dem letzten Drücker ging dann das ebook noch vor Pandora an den Start, das Taschenbuch folgte einige Tage später. Es war extrem stressig und klappt nur weil, alle Beteiligten als Superteam zusammengearbeitet haben - und nun frage ich mich, warum ich das Buch nicht schon längst veröffentlicht habe…

Das Warten aufs Taschenbuch

Immer wieder wird gefragt, warum das Taschenbuch nicht zeitgleich mit dem Ebook erscheint. Hier der Versuch einer Erklärung: Wenn das Word-Dokument fertig ist, dauert es ca. 2 Stunden, bis die Satzdatei fürs ebook fertig ist und das ebook hochgeladen werden kann. Die Erstellung der gleichen Datei fürs Taschenbuch dauert mindestens eine Woche, schon deshalb, weil jeder Prüfvorgang 24 Stunden dauert. Also: Hochladen, prüfen, Fehler entdecken, verbessern = 24 Stunden. Die letzte Veröffentlichung hat 10 Tage gedauert - nach dem die Satzdatei erstellt worden war. Sollte ich nun wirklich alle ebook-Leser aufs Taschenbuch warten lassen? Das würde ich als unfair empfinden. Und ein ganz ehrliches Wort zu diesem Thema: Das Erstellen des Taschenbuches ist hochgradig zeitintensiv und nervig und lohnt sich finanziell für den Autoren nicht, weil CreateSpace den Preis schon bei geringer Seitenzahl sehr hoch ansetzt. Bei meinen Taschenbüchern reicht der Erlös (nach Steuern) nicht mal mehr für eine Kugel Eis. Dies soll jedoch kein “Jammern” sein, sondern ist einfach nur eine Tatsachenbeschreibung, die viele nicht kennen. Das Anbieten eines Taschenbuches ist ein Service für den Leser - nicht mehr, nicht weniger.

Warum nur amazon? Was mache ich als Tolino-Besitzer?

So regelmäßig wie der Regen in Norddeutschland trudeln sie ein: Die Mails mit Fragen oder auch wüsten Beschimpfungen: Wie kann ich es nur wagen, exklusiv bei amazon zu veröffentlichen. Dabei geht es nicht nur um meine eigenen Veröffentlichungen (Kaleidoskop, Love&Thrill, Einsame Entscheidung) sondern auch um Nemesis, Pandora und Labyrinth. Daher muss ich diese Frage zweiteilig beantworten: Die LKA/SEAL-Serie erscheint aktuell bei Montlake Romance, dieser Verlag gehört zu amazon und die Produkte werden exklusiv dort vertrieben. Darauf habe ich als Autor keinen Einfluss - genauso wenig, wie ein anderer Autor etwas dagegen tun kann, dass sein Buch z.B. exklusiv bei Weltbild startet. Ja, ich kannte diesen Nachteil, als ich dort unterschrieben habe, aber zu dem Zeitpunkt betrug der Anteil meiner epub- Leser gerade mal 3 bis 5 Prozent. Um die Serie fortzuführen und einem breiterem Publkum bekannt zu machen, war ich bereit, diese Gruppe Leser zu verärgern. Ich weiß aber dank Facebook, dass viele Tolino- Besitzer diese Bücher auch lesen. Hier fielen die Stichworte “calibre” (= kostenloses Programm zur ebook- Verwaltung und Konvertierung) und ein passendes Plugin. Vielleicht einfach mal googlen, denn ich besitze einen Kindle und kenne mich damit leider nicht aus. Damit zum zweiten Teil meiner Antwort: Warum erscheinen nun auch noch meine eigenen Veröffentlichungen exklusiv bei amazon? Nun, der iTunes Markt wäre in der Tat recht lohnend für mich, weil meine Bücher dort gut laufen, aber: Um dort ebooks anbieten zu können, muss man einen Mac-PC besitzen - habe ich nicht. Thema durch. Bleibt die Frage nach den epub-Lesern: Hier stehen wieder 3 bis 5% der Leser denjenigen gegenüber, die die Kindle-Leihe nutzen. Diese Ausleihungen machen mittlerweile über 20% der Einnahmen aus. Diese Rechnung war recht einfach, aber als Service für alle epub-Leser verzichte ich auf jeden Kopierschutz, sodass eine Umwandlung der Bücher leicht möglich ist! Im Netz finde ich für dieses Problem viele Lösungen, eine ist zum Beispiel hier dargestellt: klick.
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Die Notwendigkeit „sich

freizuschreiben“

Da warten wir so ungeduldig auf Tom und Chase und du probierst da irgendwas aus, das sich „Geheimprojekt“ nennt! Wham, der Vorwurf saß. Ist aber auch genau einer der Gründe, warum ich aktuell nicht an „Tom“ schreibe. Mit Joss war die chronologische Reihenfolge der LKA/SEAL und DeGrasse Reihe hergestellt und ein Meilenstein erreicht obwohl es einige widrige Umstände gab, die die Veröffentlichung im letzten Jahr fast verhindert hätten. Von Autorenkollegin wurde ich „liebevoll“ darauf aufmerksam gemacht, dass ich bescheuert gewesen bin, das Buch vor Weihnachten zu veröffentlichen, weil ich damit jede Chance auf einen vierstelligen AllStar-Bonus vergeben habe. Erklärung: Amazon belohnt die Ausleihungen eines laufenden Monats. Daher ist eine in der letzten Woche eines Monats, bzw. am ersten Tag des Folgemonats finanziell am Sinnvollsten, weil die Ausleihungen meistens rund fünf Tage nach richtig starten und dann ca 20 Tage auf hohem Niveau anhalten. Ich wollte das Buch, das eigentlich im Oktober/November erscheinen sollte, jedoch unbedingt vor Weihnachten veröffentlichen, weil ich wusste, wie viele Leser ungeduldig darauf warteten und es in den Weihnachtsferien lesen wollten. Außerdem war es ein gutes Gefühl, das Kapitel vor Weihnachten abgeschlossen zu haben! Aber sofort danach begannen auch die ungeduldigen Fragen, wann denn das nächste Buch erscheinen würde. Da absehbar war, dass die ersten vier Monate des Jahres im Brotjob extrem anstrengend werden würden, und gleichzeitig die Abgabe von Jan 3 anstand, war klar, dass die Zeit mal wieder das große Problem werden würde. Denn der Tag hat immer noch nur 24 Stunden. Aber nicht nur die Zeit war ein Problem! Ich gehe gerne neue Wege, probiere neue Genres und Grundstimmungen aus (zB Heart Bay Wohlfühlort vs. Pandora Streit!), arbeite mit Entwicklungen, die recht fies sind (Kaleidoskop), lasse schwarz/weiß verschwinden und liebe Grauzonen (Alexander). Wenn ich dem Feedback und den Rezis glauben kann, schreibe ich immer noch auf einem vernünftigen Niveau und steigere (oder ändere) mich von Buch zu Buch. Damit dies so bleibt und ihr keine Bücher bekommt, die langweilig alle nach dem gleichen Schema F geschrieben sind, brauche ich jedoch die Möglichkeit in Ruhe Plots zu entwickeln und mich mit den Charakteren zu beschäftigen. Und manchmal muss ein Buch deswegen etwas warten. Auf Bestellung arbeiten kann ich nicht, mich muss eine Geschichte packen. Und mit Druck erreicht man bei mir in der Regel das Gegenteil ;) Und es war schon ein ziemlicher Druck durch die manchmal auch etwas unhöflichen Forderungen nach einem neuen Buch da. Und so etwas lasse ich einfach nicht zu, weil mir sonst der Spaß am Schreiben abhandenkommen würde und das würde sich in der Qualität niederschlagen. Die Geschichte von Wolf ist mir vor Jahren eingefallen. Eine liebe Autorenkollegin bestärkte mich darin, das Wagnis einzugehen, realen Thriller & Fantasy zu verbinden. Das ist eine Kombi, die es meines Wissens so noch nicht gibt. Und nun ist es soweit gewesen. Ich habe angefangen zu schreiben und der Flow war unglaublich. Nach drei Kapiteln ging ich das Wagnis ein, den Text an fünf Testleser zu schicken, die teilweise ausdrücklich kein Fantasy lesen und mögen. Das Urteil fiel dennoch einstimmig aus: Schreib weiter. Sofort. Ich war sofort drinnen! Cooles Kopfkino. Tja, und das tue ich jetzt. Weiterschreiben. Während im Vordergrund Wolf versucht, die Welt zu verstehen, ärgere ich mich im Hintergrund mit Tom herum. Mittlerweile ist schon mal klar, dass einiges in Jan 3 in Stellung gebracht werden musste, ehe Tom loslegen kann. Und ich fürchte, den Trainingskampf auf Sylt muss ich auch noch vorher stattfinden lassen. Oder vielleicht gerade nicht? Wir werden sehen Denn eins ist klar, am Ende machen sie ja doch alle, was sie wollen ;) Ich bin gespannt, wer sich auf diesen neuen Weg einlassen wird und wie eure Resonanz sein wird! Aber bitte vergesst nicht, dass die meisten Autoren noch einen Brotjob und eine Familie haben und der Tag nur vierundzwanzig Stunden hat. Und ganz ehrlich, beim Schreiben wie am Fließband kommt meistens nicht allzu viel Gutes bei raus. Also habt bitte etwas Geduld und gebt dem Team um Wolf herum eine Chance! Und damit auch Tom, ein noch besseres und spannenderes Buch zu werden!

Pläne

In diesem Jahr (2018) habe ich endgültig begriffen, dass es völlig zwecklos ist, Pläne zu machen. Denn das Leben sagt: „Mich interessieren deine Pläne nicht, denn es kommt sowieso anders, als du denkst.“ Ein (Verlags-)Buch, das eigentlich schon fertig war, und dann doch noch einmal komplett überarbeitet werden musste, und ein familiärer Notfall, der viel Zeit (und noch viel mehr Nerven) gekostet hat, haben alles gründlich durcheinander gewirbelt. Aber ich bin ja lernfähig und werde deshalb in Zukunft keine Zeiten zu voraussichtlichen Veröffentlichungsterminen mehr angeben. Aber eines ist ganz sicher: ich schreibe so schnell, wie - neben Job & Familie - nur irgendwie möglich, denn die Geschichten wollen unbedingt erzählt werden. „asap“ (as soon as possible - so schnell wie möglich), wie die Jungs sagen würden.

Tödliche Suche - oder der

Schreibflash

Spätestens Mitte November war klar, dass es dieses Jahr keine Weihnachtsnovelle geben würde. Die Zeit war einfach zu kurz: Das Lektorat “Heart Bay 3”, der Brotjob, die ganzen vorweihnachtlichen Termine soweit die Logik. Es gab jedoch zwei Aspekte, die gegen diese Logik sprachen. Da waren zum einen die Leser, die sich so begeistert auf Pandora und Kaleidoskop gestürzt hatten, dass zeitweise beide Bücher in den Top 100 waren. Es tat mir wahnsinnig leid, sie zu enttäuschen und diese liebgewonnene Tradition zu durchbrechen - nach Riskante Weihnachten, Verhängnisvolles Vertrauen und Einsame Entscheidung sollte es wirklich keine Weihnachtsnovelle 2016 geben? Und dann waren da noch Dirk, Sven in Hamburg und Dom und Sam auf der anderen Seite des Atlantiks, die unbedingt wollten, dass ich ihre Geschichte noch in 2016 erzähle, statt erst Weihnachten 2017. Wer sie kennt, weiß, dass sie recht stur sind - und das ist noch freundlich ausgedrückt, denn sie geben dem Wort ‘Nervensägen’ eine ganz neue Bedeutung. Es folgte meine erste vorsichtige Nachfrage auf facebook, ob das Buch denn zwingend vor Weihnachten erscheinen müsste. Die Antwort war ein deutliches “NEIN”. Damit erschien das Vorhaben dann nicht mehr ganz so unmöglich, denn schließlich muss ich nicht nur die Geschichte schreiben, sondern sie muss auch noch korrigiert und lektoriert werden. Ach ja, ein Cover wäre ja auch nicht schlecht Wider Erwarten brachten mich meine Lektornnen und meine Designerin nicht um, als ich vorsichtig fragte, ob sie sich vielleicht vorstellen könnten, dass … Tja, und die ganze Zeit schrieb ich schon. In jeder freien Sekunde. Für viele klingt es nach einem Traum, aber teilweise war es schon nervig. Bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit erzählten mir die Jungs, was sie wollten und nicht wollten. Bei uns zuhause nennen wir das “Schreibflash”. Ich bin dann zwar körperlich anwesend, aber nicht so ganz und richtig und wirklich, denn ein Teil von mir ist in der Story gefangen. Wenn ich Zeit für den PC hatte, musste ich die Seiten ‘nur’ noch füllen, die Story kannte ich ja - und das alles zwischen der Suche nach Geschenken, den Weihnachtsfeiern und und und. Natürlich hielt sich auch niemand an meine Pläne. Als plötzlich Hamid und Phil auftauchten, war ich kurz davor, alle einfach zu erschießen (leider nimmt niemand von ihnen diese Drohung ernst). Gleichzeitig wurde mir aber auch immer klarer, dass ich diese Geschichte schreiben muss. Es gab so viel zu erzählen, klarzustellen oder einfach mal anzumerken. Und dann war ich fertig - dachte ich. Denn dann kam der Anschlag von Berlin. Ich konnte die aktuellen Ereignisse nicht einfach ignorieren, denn schließlich spielte die Handlung in der Gegenwart, also jetzt, und Dirk hatte einiges zu dem Mist zu sagen, dabei hatte er schon genug eigene Probleme, weil er etwas getan hat (woran er natürlich unschuldig ist), für das seine Frau ihn vermutlich umbringen wird. Am Ende war die Geschichte fertig und wartet nun nur noch auf den allerletzten Schliff. Neben der Jagd nach den letzten Vertippern drängt sich jetzt wieder einmal die Frage in den Vordergrund, ob die Leser diese Geschichte denn überhaupt annehmen werden. Klar, da ist der typische DeGrasse Humor (und die entsprechende Sturheit), die Action kommt auch nicht zu kurz (Wie, Phil? Ob ich euch den Hubschrauber als kleine Rache wegen eures unangekündigten Auftauchens auf den Hals geschickt habe? Würde ich doch nie tun *hehe*) , die Hamburger haben auch die passenden Sprüche für jede Gelegenheit drauf, aber es gibt eben auch einige stille Töne Ich bin wie immer gespannt (und nervös)! Und nun muss ich sehen, wie ich meinen völlig verkorksten Zeitplan wieder hinbekomme…

Kaleidoskop

Dieses Buch sollte eigentlich niemals die Welt erblicken! Und nun ist es seit Tagen Bestseller in seiner Kategorie. Das Leben nimmt manchmal merkwürdige Umwege. Begonnen hat dieser Text als ein Schreibexperiment, eine Trotzreaktion, als mein damaliger Agent mir vorwarf, niemals harte Thriller schreiben zu können. Ich konnte doch! Allerdings beendete ich das Manuskript mittendrin, als fast eine meiner (Lieblings-)figuren gestorben wäre. Ich bekam da nach einem medizinischem Intensivkurs gerade noch die Kurve … Irgendwann erwähnte ich die Existenz dieser Geschichte, weil Daniels OP unter extremen Bedingungen häufiger mal erwähnt wurde - und diese passierte eben hier, in “Kaleidoskop”. Forderungen wurden laut: “Wir wollen das aber lesen!” Da es auch bei “Pandora” einige Bezüge zu “Kaleidoskop” gab und das Lektorat von “Pandora” kurz bevorstand, musste ich eine Entscheidung treffen: Alle relevanten Stellen aus Pandora löschen oder … Ich entschied mich für “oder” und gab zwei Testlesern einen Teil von “Kaleidoskop” zum Lesen. Beide waren begeistert. Im nächsten Schritt hieß es dann: Geschichte fertig schreiben, Cover gestalten (lassen) und Lektorat/Korrektorat organisieren. Auf dem letzten Drücker ging dann das ebook noch vor Pandora an den Start, das Taschenbuch folgte einige Tage später. Es war extrem stressig und klappt nur weil, alle Beteiligten als Superteam zusammengearbeitet haben - und nun frage ich mich, warum ich das Buch nicht schon längst veröffentlicht habe…

Das Warten aufs Taschenbuch

Immer wieder wird gefragt, warum das Taschenbuch nicht zeitgleich mit dem Ebook erscheint. Hier der Versuch einer Erklärung: Wenn das Word-Dokument fertig ist, dauert es ca. 2 Stunden, bis die Satzdatei fürs ebook fertig ist und das ebook hochgeladen werden kann. Die Erstellung der gleichen Datei fürs Taschenbuch dauert mindestens eine Woche, schon deshalb, weil jeder Prüfvorgang 24 Stunden dauert. Also: Hochladen, prüfen, Fehler entdecken, verbessern = 24 Stunden. Die letzte Veröffentlichung hat 10 Tage gedauert - nach dem die Satzdatei erstellt worden war. Sollte ich nun wirklich alle ebook-Leser aufs Taschenbuch warten lassen? Das würde ich als unfair empfinden. Und ein ganz ehrliches Wort zu diesem Thema: Das Erstellen des Taschenbuches ist hochgradig zeitintensiv und nervig und lohnt sich finanziell für den Autoren nicht, weil CreateSpace den Preis schon bei geringer Seitenzahl sehr hoch ansetzt. Bei meinen Taschenbüchern reicht der Erlös (nach Steuern) nicht mal mehr für eine Kugel Eis. Dies soll jedoch kein “Jammern” sein, sondern ist einfach nur eine Tatsachenbeschreibung, die viele nicht kennen. Das Anbieten eines Taschenbuches ist ein Service für den Leser - nicht mehr, nicht weniger.

Warum nur amazon? Was

mache ich als Tolino-Besitzer?

So regelmäßig wie der Regen in Norddeutschland trudeln sie ein: Die Mails mit Fragen oder auch wüsten Beschimpfungen: Wie kann ich es nur wagen, exklusiv bei amazon zu veröffentlichen. Dabei geht es nicht nur um meine eigenen Veröffentlichungen (Kaleidoskop, Love&Thrill, Einsame Entscheidung) sondern auch um Nemesis, Pandora und Labyrinth. Daher muss ich diese Frage zweiteilig beantworten: Die LKA/SEAL-Serie erscheint aktuell bei Montlake Romance, dieser Verlag gehört zu amazon und die Produkte werden exklusiv dort vertrieben. Darauf habe ich als Autor keinen Einfluss - genauso wenig, wie ein anderer Autor etwas dagegen tun kann, dass sein Buch z.B. exklusiv bei Weltbild startet. Ja, ich kannte diesen Nachteil, als ich dort unterschrieben habe, aber zu dem Zeitpunkt betrug der Anteil meiner epub-Leser gerade mal 3 bis 5 Prozent. Um die Serie fortzuführen und einem breiterem Publkum bekannt zu machen, war ich bereit, diese Gruppe Leser zu verärgern. Ich weiß aber dank Facebook, dass viele Tolino-Besitzer diese Bücher auch lesen. Hier fielen die Stichworte “calibre” (= kostenloses Programm zur ebook-Verwaltung und Konvertierung) und ein passendes Plugin. Vielleicht einfach mal googlen, denn ich besitze einen Kindle und kenne mich damit leider nicht aus. Damit zum zweiten Teil meiner Antwort: Warum erscheinen nun auch noch meine eigenen Veröffentlichungen exklusiv bei amazon? Nun, der iTunes Markt wäre in der Tat recht lohnend für mich, weil meine Bücher dort gut laufen, aber: Um dort ebooks anbieten zu können, muss man einen Mac-PC besitzen - habe ich nicht. Thema durch. Bleibt die Frage nach den epub-Lesern: Hier stehen wieder 3 bis 5% der Leser denjenigen gegenüber, die die Kindle-Leihe nutzen. Diese Ausleihungen machen mittlerweile über 20% der Einnahmen aus. Diese Rechnung war recht einfach, aber als Service für alle epub-Leser verzichte ich auf jeden Kopierschutz, sodass eine Umwandlung der Bücher leicht möglich ist! Im Netz finde ich für dieses Problem viele Lösungen, eine ist zum Beispiel hier dargestellt: klick.